Vorberichte 18.01.2021 — 16:00 Uhr

Gelingt der nächste Schritt?

05ER am Dienstagabend gegen Wolfsburg gefordert: Lob & Kritik von Trainer Svensson, St. Juste & Brosinski fallen weiter aus

Die Partie beim BVB hinter sich lassen und am Dienstagabend an den Auftritt anknüpfen will Bo Svensson mit dem FSV gegen den VfL Wolfsburg.

Als "Schritt in die richtige Richtung", bezeichnete Bo Svensson den Punktgewinn bei Borussia Dortmund im Anschluss an eine packende Partie beim Vizemeister. Ein Schritt, nicht mehr und auch nicht weniger. Teamleistung, Einstellung sowie die Bereitschaft jedes einzelnen Profis müssen im Kampf um den Klassenerhalt als Maßstab dienen. Auch in den nun anstehenden Duellen mit zwei Top-Teams in der OPEL ARENA binnen vier Tagen.

Regenerieren, gut schlafen, Akku aufladen: Neben der Videoanalyse sowie eines kompakten Abschlusstrainings am Abend bleibt dem FSV nicht gerade viel Zeit, um frische Kräfte zu sammeln vor der Partie gegen den VfL Wolfsburg (Dienstagabend 20.30 Uhr, live auf 05ER.fm). Da trifft es sich bestens, dass die 05ER Selbstvertrauen tanken durften beim jüngsten Auftritt im Signal Iduna Park. Nach einer Leistung, an die es anzuknüpfen gilt. "Wir nehmen einiges mit", so der Cheftrainer auf der Pressekonferenz am Montagmittag. "Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft sich präsentiert hat, die Geschlossenheit, bis zur letzten Sekunde als Mannschaft aufzutreten." In der Schlussphase, so der Däne, sei sein Team "vielleicht sogar die bessere Mannschaft" und einen Tick näher am Sieg gewesen, hatte sich schlussendlich aber trotz weiterer guter Gelegenheiten mit dem Traumtor Levin Öztunalis aus Minute 57 sowie einem Punkt für die Moral zufriedengeben müssen. "Wir hatten eine gute Gruppe auf dem Platz mit viel Power, haben uns gegenseitig unterstützt, den Rücken freigehalten. Robin hat alles gehalten, was ging, das hat sich insgesamt gut angefühlt", sagte Stefan Bell nach seinem sowohl überraschenden wie gleichfalls überaus soliden Startelf-Comeback, bei dem er dazu beigetragen hatte, dass BVB-Torjäger Erling Haaland kaum zur Geltung gekommen war.

Bessere Lösungen gegen nächstes Top-Team

Ebenso hochqualitativ besetzt und in Wout Weghorst ebenfalls mit einem Stürmer der Extraklasse ausgestattet reist nun der VfL am Rhein an. "Wolfsburg ist ein weiteres Top-Team. Sie spielen super Fußball, sind eingespielt und haben gute Abläufe", hat Svensson beobachtet. "Darüber hinaus sind sie immer aggressiv, spielen temporeich und verfügen über körperlich starke Spieler. Es wird eine große Aufgabe, dagegenzuhalten und selbst offensiv Lösungen zu finden." Eine Herausforderung, die derer in Dortmund in keinster Weise nachsteht. Daher sei man im Rückblick auf das vergangene Wochenende durchaus auch kritisch mit dem eigenen Auftritt umgegangen, wie der 05-Cheftrainer berichtete. Ein Ansatzpunkt: Die Passquote von 65 Prozent – mehrfach hatten die 05ER dadurch aussichtsreiche Umschaltaktionen verpuffen lassen oder aber den Ball in brandgefährlichen Zonen an den Gegner verloren. Svensson bezeichnete hier zweierlei Gründe als ausschlaggebend: "Man muss differenzieren. Wir haben gegen Dortmund gespielt, sie haben ein sehr gutes Gegenpressing. Insofern haben wir uns teilweise schwergetan, uns nach Balleroberungen weiter zu befreien. Natürlich wollen wir aber daran arbeiten, häufiger die richtigen Lösungen zu finden, um den Ball länger und konstruktiver nach vorne zu spielen."

Der Einsatz stimmt: Fast zehn Kilometer mehr als der BVB spulten die 05ER in Dortmund ab.

Ich sage klipp und klar, was gefordert wird auf und neben dem Platz

Beim Wiedersehen mit Ridle Baku (Svensson: "Wir freuen uns über seine Entwicklung"), der im Sommer in den Norden gewechselt war, muss der FSV indes weiter auf Jeremiah St. Juste und Daniel Brosinski – für beide käme ein Einsatz zu früh – sowie wohl noch länger auf Kunde Malong und Edimilson Fernandes verzichten. Abgesehen davon hat kein Spieler, der in Dortmund zum Einsatz gekommen war, Blessuren davon getragen, wie Svensson zu berichten wusste. Nach knapp zwei Wochen im Amt sprach er abschließend noch über sein Verständnis seiner Rolle als Cheftrainer am Bruchweg und darüber, wie er sie auszufüllen gedenke: "Es geht immer darum, sich selbst treu zu bleiben und nie jemand anderes verkörpern zu wollen. Ich sage klipp und klar, was gefordert wird auf und neben dem Platz. Darüber hinaus ist es aber auch wichtig, die Spieler zu spüren und Zeit mit ihnen zu verbringen. Das ist meine Aufgabe als Trainer und Führungsperson für diese Gruppe", so der Ex-Profi, für den das Duell seines Teams mit dem VfL der nächste Schritt sein soll. Leistungen, wie die gegen den BVB, sollen in Sachen Intensität und Leidenschaft künftig schließlich vielmehr Regel denn Ausnahme markieren. Und dürften Grundvoraussetzung dafür sein, um sich Schritt für Schritt aus den Niederungen des Klassements herauszukämpfen.

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