U23 16.01.2021 — 16:06 Uhr

Tabellenführer beendet Serie der U23

FSV Frankfurt dreht mit zwei Standardsituationen die Partie

Enttäuschung nach dem Schlusspfiff bei U23-Kapitän Jonas Fedl.

Nach sechs Spielen in Serie, in denen die U23 des 1. FSV Mainz 05 unbesiegt blieb, hat die höchste Ausbildungsmannschaft in der Regionalliga Südwest wieder eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Im Auswärtsspiel beim Tabellenführer FSV Frankfurt gingen die 05ER nach einer mutigen Anfangsphase zunächst durch Lucas Hermes früh in Führung, ehe der Spitzenreiter noch vor der Pause per Elfmeter ausglich. Im zweiten Spielabschnitt rissen die Hessen die Partie schließlich an sich und drehten das Spiel wiederum nach einer Standardsituation zu ihren Gunsten.

Auf insgesamt fünf Positionen nahm U23-Cheftrainer Bartosch Gaul Änderungen in der Startelf vor gegenüber dem jüngsten 2:1-Heimsieg gegen den FC Gießen. Nils Gans, Thomas Rekdal, Florian Bohnert, Tobias Missner und Simon Brandstetter starteten anstelle von Dimitri Lavalée, Marvin Jung, Merveille Papela, Stephan Fürstner und Oliver Wähling.

Mainz überrascht den Tabellenführer

In den Anfangsminuten der Partie agierten beide Teams zunächst vorsichtig, die 05ER waren auf Ballbesitz und einen ruhigen Spielaufbau bedacht, Frankfurt positionierte sich dicht gestaffelt und ließ die Gäste erst einmal spielen, was sich prompt rächte. Nach sechs Minuten kam Tobias Missner auf dem linken Flügel an den Ball, legte flach in den Rückraum ab, wo Mustapha zunächst verpasste. So gelangte der Ball zu Hermes, der seinem Team per Direktabnahme trocken in den Winkel die frühe Führung besorgte. Insgesamt erwischten die Gäste aus Mainz den besseren Start in die Partie, präsentierten sich giftig im Zweikampfverhalten, clever im Kurzpassspiel und brachten die Frankfurter mit ihrem Mittelfeldpressing immer wieder in Bedrängnis. So entstand auch die nächste Möglichkeit: Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld machte Marlon Mustapha das Spiel schnell und fand mit einem scharfen Pass in die Spitze den einlaufenden Brandstetter, dessen Flachschuss aber rechts am Tor vorbeirollte (11.). Nur eine Zeigerumdrehung später wurde es auf der Gegenseite brenzlig: Ein verlängerter Freistoß landete bei Stürmer Jake Hirst, der den Ball über 05-Keeper Marius Liesegang ins Tor köpfte. Schiedsrichter Lukas Heim erkannte allerdings eine Abseitsstellung des 24-Jährigen, sodass es zunächst weiter bei der Mainzer Führung blieb.

Das nicht gegebene Tor schien den Tabellenführer nun aber wachzurütteln, Frankfurt fand langsam aber sicher den Zugang zum Spiel und wurde aktiver. Die 05ER, taktisch bestens eingestellt, ließen jedoch kaum gefährliche Chancen zu und profitierten davon, dass die Hessen in vielen Situationen zu behäbig im Aufbau- und Umschaltspiel agierten. Offensiv setzten die Mainzer auf Nadelstiche, suchten ihr Glück meist über lange Bälle auf Stürmer Brandstetter, sahen sich aber dem von Minute zu Minute stärker werdenden Frankfurter Druck ausgesetzt. Der Tabellenführer war nun spielbestimmend, drängte auf den Ausgleich vor der Pause und kam in Person von Steffen Straub zur nächsten vielversprechenden Möglichkeit, bei der die 05ER aber im letzten Moment noch stören konnten (29.). Wenige Minuten vor dem Pausenpfiff war es dann aber so weit: Einen Frankfurter Freistoß aus dem Halbfeld wollte der herausstürmende Liesegang wegfausten und traf dabei Dominik Nothnagel. Der Mainzer Schlussmann bekam die Gelbe Karte, Frankfurt die Chance, per Elfmeter auszugleichen. Stürmer Arif Güclü, der lange Zeit in Mainz beim SV Gonsenheim und beim TSV Schott spielte, trat an und verwandelte flach zum 1:1 (40.). Im Anschluss kamen beide Teams noch zu guten Chancen, doch weder Ihab Darwiche auf Frankfurter (42.) noch Mustapha auf Mainzer Seite (45.) konnten diese in Zählbares ummünzen, sodass es mit dem 1:1 in die Pause ging.

Frankfurt dreht das Spiel

Im zweiten Spielabschnitt erwischte Frankfurt den druckvolleren Beginn und übernahm erst einmal die Spielkontrolle. Die 05ER wurden mehr und mehr in die eigene Hälfte gedrängt und konzentrierten sich jetzt fast ausschließlich auf das Verteidigen. Nach einer knappen Viertelstunde wurde es erstmals gefährlich: Darwiche setzte sich erneut über die rechte Angriffsseite durch und fand Güclü, der sein zweites Tor jedoch verpasste. Frankfurt kontrollierte Ball und Gegner, kam aus dem Spiel heraus aber nur selten zu zwingenden Chancen, sodass eine Standardsituation dem nächsten Treffer der Partie vorausging. Straub fand mit einem Freistoß aus dem Halbfeld Leonhard von Schrötter, der relativ unbedrängt zum 2:1 einköpfen durfte (65.). Nach dem erneuten Gegentor mussten die 05ER reagieren, Gaul brachte Jung für Missner (62.), Fürstner für Mustapha (69.) und in der Schlussphase Leon Petö für Thomas Rekdal (84.). Vor allem die Einwechslung von Routinier Fürstner brachte neuen Schwung und zusätzliche Stabilität ins Mainzer Spiel. Die Rheinhessen rannten noch einmal an und setzten zum Schlussspurt an, Frankfurt wurde seiner Rolle als Tabellenführer aber gerecht und verwaltete die knappe Führung nun souverän. Mehr als eine Kopfballchance des Mainzer Top-Torjägers Brandstetter sprang so nicht mehr heraus.

FSV Frankfurt – 1. FSV Mainz 05 U23: 2:1 (1:1)

Aufstellung: Liesegang – Gans, Modica, Fedl – Hermes, Rekdal (84. Petö), Roesch, Bohnert, Missner (62. Jung) – Mustapha (69. Fürstner), Brandstetter

Tore: 0:1 Hermes (6.), 1:1 Güclü (40.), 2:1 von Schrötter (65.)

 

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