Profis 11.08.2020 — 19:05 Uhr

Schröder: Nachfragen häufen sich

Laut dem 05-Sportvorstand kommt in diesen Tagen Bewegung in den Transfermarkt

Neuzugänge unter sich: Luca Kilian & Dimitri Lavalée verstärken die Innenverteidigung des FSV. Doch auch auf der Abgabenseite könnte sich noch etwas tun, bestätigt der Sportvorstand.

Die Woche am Bruchweg begann mit der Verpflichtung des 21-jährigen U21-Nationalspielers Luca Kilian aus Paderborn sowie mit dem endgültigen Abschied von Alexandru Maxim. In einer digitalen Medienrunde am Dienstagmittag erläuterte Rouven Schröder noch einmal die Hintergründe beider Personalien und stellte klar, dass der 1. FSV Mainz 05 auf der Maxim-Position nicht mehr extern nachlegen wird. "Wir fühlen uns absolut gerüstet. Wir sind sehr flexibel auf der Position und haben viele variable Spieler."

Dass der Klub den gut dotierten Vertrag des rumänischen Offensivspielers ein Jahr vor Ablauf auflöst, anstatt auf eine Ablösesumme zu hoffen, hat mit der allgemeinen Situation auf dem Transfermarkt zu tun in diesen Corona-Zeiten, wie der 05-Sportvorstand erklärte: "Wir waren seit einiger Zeit mit Alex im Austausch darüber, wie seine Perspektive bei Mainz 05 ist, wie groß die Chancen auf Startelfeinsätze und einen dauernden Input sein würden. Wir haben ihn 2017 als Startelfspieler und Nachfolger von Yunus Malli geholt. Wir, aber auch er selbst haben sich sehr viel versprochen davon. Es hat leider nie so richtig gereicht, dauerhaft im Team zu stehen. Das hat uns immer wieder vor Fragezeichen gestellt."

"Luca, du willst nur hier hin"

Interesse nicht so groß

Nun habe man registriert, dass das Interesse an Maxim auf dem Markt nicht so elementar groß gewesen sei. "Das heißt dann, man muss überlegen, ob man noch weiter auf einen Abnehmer wartet, der in Ablöse und Gehalt investiert. Das war nicht abzusehen", sagte Schröder. Es sei jedoch gut möglich, dass der Spieler kurzfristig wieder bei dem Verein unterschreibe, bei dem er nun aufgehört habe, bei Gaziantep FK in der Türkei. Eine Vermutung, die sich dann noch am Dienstagnachmittag bestätigen sollte.

Ganz anders sah die Interessenlage dagegen bei Kilian aus. Ein deutsches Talent, Juniorennationalspieler, der auch bei anderen Klubs begehrt war. Schröder entschied sich für den Transfer des Rechtsfußes, obwohl der nun einer von insgesamt sechs 05-Innenverteidigern ist. "Weil es in der Kaderplanung so ist, dass man Gelegenheiten nutzen und so weiterdenken muss, dass man für die Zukunft gewappnet ist. Das haben wir getan. Dieses Gesamtpaket war wirtschaftlich wie sportlich sehr attraktiv für uns", so der Sportvorstand. "Fakt ist aber, dass die Anzahl von sechs Innenverteidigern nicht die Zahl sein wird, mit der wir in die Saison gehen werden."

Impressionen vom Bruchweg

Gutes Feedback aus England

Ahmet Gürleyen wäre der Siebte im Bunde. Doch der nach seiner Ausleihe aus Österreich heimgekehrte zentrale Abwehrspieler, der zuvor in der Mainzer U23 ins Training eingetsiegen war, spielt derzeit bei Zweitligist Greuther Fürth vor. Durch das Training sowie den Auftritt des Profis im Testspiel der Fürther gegen den SV Wehen Wiesbaden (2:2) seien nun neue Interessenten dazugekommen. "Ahmet macht das sehr gut, ist körperlich in einem Top-Zustand. Für ihn ist es bei uns schwierig aufgrund der Konkurrenzsituation. Wir prüfen die Angebote, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte Schröder.

Man sagt schneller nein

Was die Abgabesituation angehe, sei es so, dass sich derzeit die Premier League nach Spielern erkundige, auch nach 05-Profis. "Wir haben ein sehr gutes Feedback und eine erhöhte Nachfrage", sagte der 05-Vorstand. "Gleichzeitig ist es aber so, dass in der Corona-Zeit die Summen nicht mehr so locker sitzen. Ich stehe dafür, dass ich das Bestmögliche tue für unseren Verein. Wir haben in Mainz lieber eine stärkere Mannschaft, als dass wir vorschnell irgendwelche Dinge eingehen, die wir im Nachgang bereuen. Es muss alles wohl überlegt sein." Die Konsequenz daraus: Die Gespräche laufen laut Schröder deutlich sensibler ab. "Man sagt schneller nein, weil man genau weiß, was man kann und was nicht. Und damit ist die Verhandlung beendet. Wir werden zum Wohle von Mainz 05 jedoch nicht beim erstbesten Mal sagen: alles klar, ab und vorwärts." Das Transferfenster ist in diesem Jahr bis zum 5. Oktober geöffnet.

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