U23 04.04.2021 — 16:10 Uhr

Routiniers ebnen Weg zu umkämpftem Derbysieg

Brandstetter, Fürstner & Quirin sorgen für verdienten Erfolg über Stadtrivale Schott

Die U23 des FSV hat ein umkämpftes Stadtderby gegen den TSV Schott Mainz am Ostersonntag im Bruchwegstadion mit 3:1 (1:0) für sich entscheiden können. Nachdem die beiden 05-Routiniers Simon Brandstetter und Stephan Fürstner die 05ER zur 2:0-Führung geschossen hatten, konnte Tolga Demirbas zwar verkürzen, doch Lukas Quirin machte nach starker Vorarbeit von Brandstetter drei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit alles klar.

Gegen den Stadtrivalen musste Bartosch Gaul auf Paul Nebel verzichten, der beim Sieg in Stuttgart eine Blessur davongetragen hatte. Für ihn startete Quirin, während Luca Kilian für Giuliano Modica in die defensive Dreierkette rückte.

Beide Teams gestalteten die Partie von der ersten Sekunde an so, wie man es von einem richtungsweisenden Derby erwarten darf. Frühes Attackieren und packende Zweikämpfe gab es zuhauf. Und auch die erste Gelegenheit ließ nicht lange auf sich warten: Bereits nach 120 Sekunden hatte Marlon Mustapha die Führung auf dem Fuß, doch die Direktabnahme des Österreichers aus elf Metern zentraler Position wurde von einem Abwehrbein über den Querbalken gelenkt (2. Spielminute). Und auch die nächste Gelegenheit sollte dem in der Anfangsphase auffälligen Österreicher gehören, der sich gegen zwei Gegner behauptete, aber aus sechszehn Metern in Rücklage geriet – drüber (11.). Zwar ließen Chancen für die Gäste zunächst auf sich warten, dennoch spielte auch der TSV mit und beschränkte sich keinesfalls nur auf die Defensivarbeit. Der erste Warnschuss hatte es nach 21 Minuten gleich in sich, als Raphael Assibey-Mensah (bis 2016 im Nachwuchsleistungszentrum der 05ER) aus spitzem Winkel von halbrechts am Pfosten scheiterte. Nach einer knappen halben Stunde musste 05-Chefcoach Gaul dann reagieren und den Gelb-Rot gefährdeten Mustapha vom Feld nehmen, ihn ersetzte Tobias Missner. Kurz darauf verletzte sich obendrein Kilian, der sich bei einem Laufduell an den Oberschenkel fasste und liegen blieb. Kenneth Hanner Lopez profitierte, setzte das Leder aber im Anschluss freistehend über das Gehäuse.  Modica kam Sekunden später für Kilian ins Spiel und fungierte fortan als Abwehrorganisator. Doch die Mainzer ließen sich von diesem erzwungenen frühen Doppelwechsel nicht beirren. Und in einer in Durchgang eins nun weitestgehend ausgeglichenen Partie sollte schließlich Brandstetter zuschlagen, der, von Oliver Wähling bedient, zum Solo ansetzte und das Leder humorlos im Tor unterbrachte – 1:0 (38.). Die prompte Antwort hätte Assibey-Mensah liefern können, der nach einem Konter frei auf Lasse Riess zusteuerte, ihn aber beim Torabschluss aus zehn Metern die Kräfte verließen (40.). Die knappe Führung nahmen die 05ER wenig später nicht unverdient mit in die Pause.

Impressionen vom Bruchweg

Fürstner-Hammer, Demirbas mit dem Anschluss

Die zweiten 45 Minuten eröffnete dann Fürstner mit einem Paukenschlag, als er einen abgewehrten Freistoß kurz vor der Sechzehnmetergrenze mit vollem Risiko volley nahm und mit dem 2:0 für die Rot-Weißen belohnt wurde (48.). Ein Auftakt nach Maß, nach dem die 05ER zunächst das klar spielbestimmende Team sein sollten. Brandstetter verpasste die endgültige Entscheidung in der 51. Minute, sein platzierter Abschluss wurde kurz vor der Torlinie geklärt. Den nächsten Hochkaräter verpasste dann Wähling, der eine Hereingabe von Quirin nicht mehr erreichte (62.). Und auch die dritte Großchance nach Fürstners Kracher konnte der FSV nicht verwerten, weil nach 68 Minuten Quirin an Schott-Keeper Tim Hansen scheiterte.

Statt 3:0 hieß es kurz darauf etwas überraschend nur noch 2:1. Assibey-Mensah hatte sich über rechts durchgesetzt, einen klugen Rückpass auf den ebenfalls am Bruchweg ausgebildeten Demirbas gespielt, der aus zehn Metern mühelos einschieben konnte (70.). Das Duell, das in Durchgang zwei lange wie eine klare Angelegenheit ausgesehen hatte, wurde so in der Schlussphase nochmal zu einer engen Kiste. Die Gäste waren zurück im Spiel und glaubten an das Comeback, während der Anschlusstreffer den Gastgebern ein Stück weit ihres Selbstverständnisses im Offensivspiel genommen hatte. Mit einem mustergültigen Angriff in Minute 88 machten die Hausherren aber schließlich doch noch alles klar: Brandstetter hatte ein scharfes Zuspiel von Wähling gedankenschnell mit der Hacke auf Quirin weitergeleitet, der Hansen aus 14 Metern keine Abwehrchance ließ - 3:1! Diese Führung ließen sich die 05ER auch in der zehnminütigen Nachspielzeit (Schotts Christian Hahn war Mitte der zweiten Hälfte nach einem Luftzweikampf liegengeblieben und mit einer Trage abtransportiert worden) nicht mehr nehmen und schrauben das Punktekonto nach 30 Spieltagen auf 41 in die Höhe

Mainz 05: Riess – Kilian (30. Modica), Akoto, Gans – Rösch, Quirin, Fürstner, Papela (84. Fedl), Wähling – Mustapha (28. Missner), Brandstetter

Tore: 1:0 Brandstetter (38.), 2:0 Fürstner (48.), 2:1 Demirbas (70.), 3:1 Quirin (88.)

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