Profis 08.05.2021 — 12:30 Uhr

Fakten zum Rhein-Main-Duell

05ER wollen Frankfurter Heimserie knacken, Eintracht-Torjäger Silva einen Vereinsrekord

Jonny Burkardt im Duell mit dem Frankfurter Abwehrchef Martin Hinteregger.

Der Dritte der Rückrundentabelle empfängt den Fünften: Am 32. Bundesliga-Spieltag kommt es zum Rhein-Main-Nachbarschaftsduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FSV Mainz 05. Für beide Teams geht es um viel: Die Adler kämpfen um den Einzug in die Champions-League, der FSV schraubt weiter am Klassenerhalt. "Wir wissen, dass in Frankfurt eine sehr schwierige Aufgabe auf uns wartet, der wir uns stellen müssen. Wir brauchen eine komplette Leistung, um dort eine Chance zu haben", äußerte sich 05-Cheftrainer Bo Svensson vor dem Auftritt beim Tabellenvierten am Sonntagnachmittag (15.30 Uhr live auf Sky & 05ER.fm).

Alle Aussagen des Cheftrainers im Vorbericht

25 Mal kam es in der höchsten deutschen Spielklasse bislang zum Rhein-Main-Duell – die Bilanz aus Sicht der Mainzer ist positiv. Neun Begegnungen konnten die 05ER für sich entscheiden, bei neun Punkteteilungen sowie sieben Siegen für die Hessen. Im Hinspiel bei Svenssons Debüt als Mainzer Cheftrainer wurde Frankfurts Torjäger André Silva per Elfmeter-Doppelpack zum Matchwinner.

Der Bruchweg-Bericht vor #SGEM05

Daten & Fakten zum Duell

Frankfurter Top-Saison

Trotz der jüngsten Auswärts-Rückschläge (Niederlagen in Mönchengladbach und Bayer Leverkusen), spielen die Frankfurter eine historisch gute Saison. Nur in der Saison 1991/92, in der die SGE beinahe Meister geworden wäre, hatten die Hessen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls umgerechnet 56 Punkte auf dem Konto.

Hartes Restprogramm

Für die 05ER geht es an den drei verbleibenden Spieltagen noch gegen Frankfurt, Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg, allesamt Top-Fünf-Teams, die um die, nach Bayern und Leipzig, beiden verbleibenden Plätze in der Königsklasse kämpfen.

Erinnerungen

Auch vor zwei Jahren in der Saison 2018/19 rangierte die Eintracht, aktuell Tabellenvierter, bis kurz vor Saisonende auf einem Champions-League-Platz. Damals verlor die SGE in der Folge jedoch die drei letzten Saisonspiele, unter anderem zuhause gegen Mainz (0:2), und wurde am Ende Siebter. Das zumindest kann der Hütter-Elf diesmal nicht passieren: Rang sechs (und damit die Euro-League-Teilnahme) ist den Frankfurtern bereits sicher.

Besserer Schnitt als Klopp & Tuchel

Seit Bo Svensson Cheftrainer in Mainz ist, sammelten die 05ER in 17 Spielen 29 Punkte und stehen inzwischen auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Damit kommt der dänische Ex-Profi bislang auf den besten Punkteschnitt aller Mainzer Bundesliga-Trainer (1,71 Zähler pro Partie).

Moussa Niakhaté trug sich beim Mainzer 2:0-Erfolg im Juni 2020 in die Torschützenliste ein und war auch in der laufenden Saison bereits drei Mal erfolgreich.

Zuhause eine Macht

Als einziges Team, neben Bayern München, ist die Eintracht in der aktuellen Bundesliga-Saison noch ohne Heimniederlage (9 Siege, 6 Remis). Saisonübergreifend haben die Hessen sogar seit 17 Bundesliga-Heimspielen nicht mehr verloren, das ist die längste Serie seit gut 28 Jahren. Die letzte Niederlage im eigenen Stadion setzte es übrigens gegen den FSV: Im Juni 2020 triumphierten die 05ER in Frankfurt mit 2:0.

Mainzer Vergangenheit

SGE-Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker kickte im Alter von neun bis zwölf Jahren in der Jugend der 05ER. Damals stand der Österreicher noch zwischen den Pfosten – genau wie sein Vater Herbert, der von 1998 bis 2001 Torhüter bei den Rheinhessen war, fünf Zweitliga- und ein DFB-Pokal-Spiel bestritt und unter anderem Jürgen Klopp und Torsten Lieberknecht als Mitspieler hatte.

Alu-Pech

Kein anderes Bundesliga-Team scheiterte in der aktuellen Saison so oft an Latte und Pfosten wie die Mainzer (17). Zum Vergleich: Frankfurt traf bislang erst neun Mal das Aluminium.

Portugiesischer Torriecher

Unter besonderer Beobachtung, nicht nur der Mainzer, dürfte am Sonntag André Silva stehen. Mit 25 Saisontoren ist der aktuell erfolgreichste SGE-Torjäger nur noch einen Treffer vom Frankfurter Vereinsrekord entfernt. Den stellte 1976/77 Eintracht-Legende Bernd Hölzenbein mit 26 Toren auf. Insgesamt gelangen nur den Bayern-Stürmern (46 Tore) in dieser Spielzeit mehr Treffer als den Eintracht-Angreifern (31).

Die Schiedsrichter der Partie werden am Spieltag auf der DFB-Homepage bekannt gegeben.

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