Profis 11.10.2021 — 17:05 Uhr

150.000 Euro Spenden und eine Botschaft

Benefizspiel sendet wichtiges Signal aus / Stefan Hofmann: "Das Schicksal der Menschen nicht vergessen"

Ein Zeichen für den Zusammenhalt: beide Teams vor dem Anpfiff auf dem Rasen des Koblenzer Stadions Oberwerth.

Der Sport in Rheinland-Pfalz hält zusammen. Diese Botschaft wird das Benefizspiel vom Samstag zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Kaiserslautern überdauern. 1:1 lautete das Ergebnis zwischen dem Bundesligisten und dem Drittligisten, den beiden mitgliederstärksten und erfolgreichsten Fußballvereinen im Land. 1.500 Zuschauer verlebten einen lauschigen, sportlich dennoch unterhaltsamen Nachmittag im Koblenzer Stadion Oberwerth und trugen mit dem Kauf ihrer Eintrittskarten zur stolzen Spendensumme von 150.000 Euro bei, die bis zum Ende der Live-Übertragung im SWR gesammelt wurde.

Die Einnahmen der von der Aktion Deutschland Hilft unterstützten Spendenaktion beider Klubs kommen den Sportvereinen in der Eifel und insbesondere dem Ahrtal zugute, die beim katastrophalen Hochwasser im Juli ganze Sportanlagen und damit die Grundlage für ihre Vereinsarbeit verloren haben. Die Spenden werden über den Sportbund Rheinland verteilt.

"Genau so habe ich mir diesen Tag vorgestellt. Beide Mannschaften haben bei tollem Wetter ein kurzweiliges Fußballspiel geboten und wir haben gemeinsam eine sehr ordentliche Spendensumme für die notleidenden Vereine der Katastrophenregion gesammelt", sagte Stefan Hofmann, der Vereins- und Vorstandsvorsitzende von Mainz 05. "Genauso wichtig ist aber das Signal, das von diesem Spiel ausgeht. Wir stehen in unserem Bundesland in schwierigen Zeiten zusammen und überwinden dabei auch sportliche Rivalitäten. Der Sport hat eine große verbindende Kraft, daher liegt uns auch der Wiederaufbau der sportlichen Infrastruktur am Herzen. Wir wollen und dürfen dabei auch in Zukunft nicht das Schicksal der Menschen vergessen, die noch viele Jahre mit den Folgen der Katastrophe leben müssen.“

Wir wollen und dürfen dabei auch in Zukunft nicht das Schicksal der Menschen vergessen, die noch viele Jahre mit den Folgen der Katastrophe leben müssen 

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz, Schirmherr des Benefizspiels, sowie Vertreter der rheinland-pfälzischen Sport- und Fußballverbände unterstrichen mit ihrer Unterstützung diese Botschaft. Hofmann: "Wir müssen uns auch darüber hinaus bei vielen Menschen bedanken, dass wir dieses Spiel durchführen konnten. Bei der Stadt Koblenz, den beiden Vereinen Rot-Weiß und TuS Koblenz, den Helfern vor Ort und auch dem SWR, der mit der Live-Übertragung das Spiel in dieser Form erst ermöglich hat.“

Irgendwie wirkte der Nachmittag auch wie ein Netzwerktreffen, zumindest des rheinland-pfälzischen Fußballs. Und wann konnten sich dessen führende Vertreter zuletzt schon mal so entspannt begegnen? So hatte das Benefizspiel im Stadion Oberwerth auch abseits des Platzes eine verbindende Botschaft für den Sport im Bundesland, gewissermaßen symbolisiert durch einträchtig nebeneinander sitzende Mainzer und Lauterer Fans. 

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