Profis 11.02.2020 — 18:40 Uhr

Beierlorzer: Noch einmal eine Schippe drauflegen

05-Trainer möchte die Leistung von Berlin wiederholen und auch im Heimspiel gegen Schalke 04 punkten

Der 3:1-Erfolg bei Hertha BSC hat die Lage beim 1. FSV Mainz 05 nach drei Rückrunden-Niederlagen deutlich entspannt und in der Tabelle einen Vier-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz ergeben. Entsprechend gelöst war die Atmosphäre im ersten Training der Profis in der neuen Woche. "Siege machen immer etwas mit einer Mannschaft. Natürlich ist das Team heute gut gelaunt. Der Erfolg tut uns allen gut", sagte Achim Beierlorzer anschließend in der üblichen kleinen Medienrunde am Bruchweg.

"So ein Sieg ist einfach elementar, denn wir brauchen Punkte", betonte der 05-Trainer. "Aber Siege sind auch eine Bestätigung dessen, dass man nicht immer nur knapp dran ist, sondern diesmal auch, wie ich meine, mit einer großen Souveränität gewonnen hat." Beierlorzer hatte im Vorfeld der Partie gefordert, die Mannschaft müsse noch einen kleinen Schritt gehen hinsichtlich permanenter Konzentration. Die Leistung im Olympiastadion sei, was das anbetreffe, eine sehr gute gewesen. Das Gegentor in der Schlussphase, in der der Berliner Dedryck Boyata 05-Innenverteidiger Jeffrey Bruma, der ansonsten ein gutes Debüt gab, als Bande im Abschluss benutzte, war nicht zu vermeiden. Ansonsten überzeugte die Mainzer Defensive mit viel Stabilität und Kompaktheit. "Wir waren aggressiv, hatten einen unheimlich großen Willen, waren als Mannschaft geschlossen. Jeder war für jeden da. So kann man Siege einfahren", sagte der 05-Trainer.

Es geht nicht um einzelne Namen

Beierlorzer hatte sowohl mit der Ausrichtung als auch mit seinen Wechseln richtig gelegen, die Hertha taktisch ausgeguckt und dem Gegner kaum Spieltraum sowie Möglichkeiten überlassen. Kunde Malong, Jean-Paul Boëtius und Jean-Philippe Mateta hatten dafür ihre Positionen abgeben müssen. "Es geht nicht um einzelne Namen. Es geht um die Mannschaft, es geht um  Mainz 05. Wir haben dem Team klar vermittelt, dass es jetzt um uns alle geht. Da müssen einzelne Spieler sich schon mal hinten anstellen. Ich erwarte die Reaktion in der Form, dass jeder sagt: 'Ich lege nochmal eine Schippe drauf und überzeuge den Trainer, dass ich der Richtige bin auf der Position.' Der Konkurrenzkampf wird die Motivation heben für jeden Einzelnen", ist Beierlorzer überzeugt.

Es liege immer am Spieler selber. "Eigentlich ist Fußball ziemlich einfach", so der Coach. "Die Spieler, die sich auf dem Platz durchsetzen, den Trainer überzeugen, spielen zu müssen, die haben es sich während der Spiele und vor allem während der Trainingswoche verdient. Das ist der Weg, den jeder beschreiten kann. Wenn einer die richtige Entscheidung für sich nicht trifft, dann hilft ihm das definitiv nicht weiter." Er wisse aber auch, dass er in diesem Abstiegskampf jeden Spieler brauche.

Konstante Kompaktheit

"Es wäre jetzt mal angesagt, dass wir uns auch im Heimspiel mit einer guten Leistung belohnen und nachlegen. Das ist der Wunsch", sagte der 52-Jährige. Schalke 04 kommt am Sonntag (18 Uhr) zum Fastnachtsheimspiel in die OPEL ARENA. Die Leistung gleich nochmal abzurufen, so lauter der Plan. "Wir hatten in Berlin sowohl in der Defensive als auch in der Offensive, sowohl mit Ball als auch in der Umschaltbewegung richtig gute Szenen. Da waren hervorragende Situationen dabei", so Beierlorzer. Im Hinspiel, das die Gelsenkirchener mit 2:1 gewannen, habe Schalke mit seiner Aggressivität das 05-Team über weite Strecken dazu gebracht, nicht richtig ins Spiel zu finden.

"Der Schritt, den wir jetzt gehen wollen, heißt einfach konstante Kompaktheit, Bereitschaft, mehr Sprints als der Gegner, mehr Tempoläufe, mehr Gesamtlaufleistung. Das ist die Basis dafür, dass wir unsere Qualität auf dem Platz durchbringen können. Wir haben jetzt eine gute Mannschaftsstruktur gefunden und wollen am Sonntag an die gute Leistung anknüpfen."

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