Profis 08.10.2019 — 15:00 Uhr

Auf Platz drei in der Kategorie Torschüsse

05er analysieren alle Daten - Schwarz nach dem 2:1 in Paderborn: "In allem, was aus dem Spiel heraus passiert, sind wir auf einem guten Weg"

Allein Torschütze Quaison schoss in Paderborn fünfmal aufs gegnerische Gehäuse.

Sandro Schwarz hat seine Sperre abgebrummt und inzwischen beim 1. FSV Mainz 05 wieder die Regie von Jan-Moritz Lichte, der beim 2:1-Erfolg in Paderborn die Verantwortung hatte, übernommen. "Es war ein wichtiger Sieg mit diesen Begleitumständen, was meine Situation betrifft und vor allem für unsere sportliche Situation. Ich glaube, dass unser Gemeinschaftsgefühl davon profitiert, wie wir das gezogen haben, die Mannschaft, die Trainercrew, die das herausragend gemacht haben", sagte der Cheftrainer am Dienstag in der üblichen Medienrunde.

Die Länderspielpause hat am Bruchweg mit individuellen Testreihen begonnen. Die 05-Profis, die nicht auf Reisen zu ihren Auswahlteams sind, unterziehen sich einem Laktat- und Leistungstest. Den Rest der Woche will Schwarz ähnlich wie in der letzten Länderspielpause mit hoher Intensität angehen. Der Auswärtssieg habe sich hervorragend angefühlt, aber es gehe weiter mit belastenden Trainingsformen, in denen Tempo, das Spiel nach vorne und natürlich Zweikämpfe im Mittelpunkt stünden. Dranbleiben nach dem zweiten Saisonsieg heißt die Devise.

Flaches 4-4-2 statt Raute

Wie üblich haben die 05-Trainer auch die Partie in Ostwestfalen gründlich analysiert. "Das Gute war die Geradlinigkeit, der Zug zum Tor, wie wir mit Dynamik einfache Torchancen kreiert haben. Das war eine gute Antwort auf das, was wir unter der Woche für dieses besondere Spiel besprochen hatten", sagte der 40-Jährige. Das weniger Gute waren die vielen vergebenen Chancen. "Wir sind uns alle im Klaren darüber, dass wir das besondere Momentum mit dem gehaltenen Elfer von Robin Zentner nicht gebraucht hätten, wenn wir die zahlreichen Angriffe so zu Ende gespielt hätten, wie es möglich gewesen wäre."

Die #05ERNEWS zum Auswärtssieg

Der Coach hatte sich im Vorfeld für ein flaches 4-4-2 anstelle der gewohnten Mittelfeldraute entschieden. "Wir wollen das mit der Grundordnung nicht zu hochhängen, aber wir müssen es herausarbeiten", so der Trainer. Die Raute ermögliche viel eigenen Ballbesitz. "Uns ist in dieser Formation aber das einfache Kreieren von Torchancen etwas abhandengekommen. Das war nun im flachen 4-4-2 besser. Wir hatten saubere Balleroberungen und haben dann zielstrebig mit Geschwindigkeit nach vorne gespielt. Für dieses Spiel war es der richtige Ansatz." 14 Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte, insgesamt 64, das sei ordentlich, betonte der Coach.

Grundordnung bleibt flexibel

Die 05ER verzichteten in Paderborn im Zehnerraum auf Ballbesitz, besetzten die Außen doppelt. "Du hast weniger Ballbesitzzeiten, bist aber in den Abständen kompakter, hast sofort mehr Druck auf den gegnerischen Außenverteidiger, was du in der Raute nicht hast, weil die Achter dann den längeren Weg machen müssen. Und du kannst mit den zwei Stürmern und den zwei Flügelstürmern sofort in die Räume reinstoßen", erklärte Schwarz. So entstand auch der Treffer zum 1:0: "Levin Öztunali erkennt die Situation, dass Mohamed Dräger mit dem Rücken zu ihm steht. Levin verteidigt vorwärts und ist im Speed drin", so Schwarz. "In unserer Situation war es diesmal wichtig, nicht viele Passstafetten im Ballbesitz und um den Sechzehner herum zu spielen ohne Tiefenläufe. Wir wissen aber auch, dass wir in anderen Situationen gute Spiele in der Raute abgeliefert haben. Wir halten uns das für Düsseldorf wieder offen, mit welcher Grundordnung wir antreten."

Das wichtigste in allen Grundordnungen seien jedoch ohnehin nach wie vor die Prinzipien. Und die befolgen die 05-Profis mehr und mehr. "Wir analysieren unsere Daten ausgiebig im Ligavergleich. Man sieht, dass wir in vielen Bereichen auf einem Mittelfeldplatz sind, aber es geht auch um Effizienz vor dem gegnerischen und dem eigenen Tor in der Verteidigung. In Sachen Laufleistung belegen die 05ER derzeit Platz 13. Was die Sprints angeht, sind sie demnach Achter in der Liga, bei den intensiven Läufen Sechster. Bei den Ballaktionen und Passaktionen steht Mainz 05 im gesicherten Mittelfeld. Und im Bundesligavergleich der Torschüsse ist der FSV sogar Dritter. "In keiner Kategorie sind wir außerordentlich schlecht, bis auf die Gegentore nach Standardsituationen", erklärte Schwarz. "In allem, was aus dem Spiel heraus passiert, sind wir auf einem guten Weg." Dieser soll im Anschluss an die Pause weiter beschritten, die Entwicklung vorangetrieben werden.

Die Termine der drei öffentlichen Einheiten in der ersten Woche der Länderspielpause findet ihr wie gewohnt hier. Nicht mit dabei sein wird Torhüter Finn Dahmen, der am Dienstagnachmittag für die U21-Auswahl des DFB nachnominiert worden ist.

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